Der Pressespiegel





Wilder Farbenrausch
Ulla Kallert zeigt neue abstrakte Malerei in der Projektartgalerie

von Fiona Schmidt
Bielefeld. Es grünt so frün - in der Projektartgalerie. Wem es draußen zu nass, kalt und dunkel ist, der kann hier ein malerisches Frühlingserwachen erleben. Die zumeist großformatigen Bilder (Acryl auf Leinwand) der Dortmunder künstlerin Ulla Kallert sind allesamt dieses Jahr entstanden und sprühen nur so vor frischer Energie.

Dies ist die fünfte Ausstellung in der Projektartgalerie, die Betreiberin und Künstlerin Maria Bernard vor genau einem Jahr eröffnet hat. Und wieder gibt es interessante Kunst zu entdecken. Ulla Kallert sieht sich selber als Forscherin, die ihre künstlerische Welt vor allem in der abstrakten, ungegenständlichen Malerei gefunden hat. Unerschrocken lässt sie gewagte Farbklänge auf der Leinwand entstehen. Helle Töne in Grün, Gelb, Rosa, Orange, Weiß und Türkis schichten sich über- und nebeneinander, in den neuen Bildern werden sie verstärkt von kräftigen Linien durchzogen. Kein Anfang, kein Ende, keine Titel. Der Betrachter muss sich seinen eigenen Weg durchs Bild suchen, die fließende Energie auf sich wirken lassen.

Man kann erahnen wie Ulla Kallert ihre Werke prozesshaft entwickelt. Mit schnellen Pinselbewegungen bringt sie die Farbe auf die Fläche, ohne vorher schon eine feste Komposition im Kopf zu haben. In der Anfangsphase Überraschendes finden, aufnehmen und weiterentwickeln, agieren und auf Entstehendes reagieren, Zwischentöne setzen, Räume ausloten, Spuren legen und Linien laufen lassen, ohne abzugrenzen oder einzuengen. Alles bleibt offen. Eigentlich ist dieser Malprozess das Entscheidende für die forschende Künstlerin. Wie entsteht eine Komposition, und wann ist das Bild fertig? Wie stehen Künstlerin und Bild im Dialog miteinander, wer beeinflusst wen auf welche Weise? Rie Resultate dieser emotionalen, dynamischen und energiegeladenen Auseinandersetzung sind in der Schau zu erleben. Ein spielerischer Farbenrausch im geordneten Chaos.

Die Ausstellung "Energy Images" von Ulla Kallert wird Sonntag, 21. November, um 11.30 Uhr mit einem Einführungsgespräch zwischen der Künstlerin und Lilli Neumann (FH Dortmund) eröffnet. Danach ist die Schau bis 15. Januar in der Projektartgalerie, Bethelweg 29, freitags und samstags von 15-18 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter der Nummer (98 62 04 2) zu sehen. Außerdem ist in der Galerie ein Kalender für 2011 mit Bildern von Ulla Kallert erhältlich.
Neue Westfälische Bielefeld, 18.11.2010

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Das Spiel mit den Farben spornt sie an

Dortmunder Künstlerin Ulla Kallert stellt »Energy Images« in der Projektartgalerie aus

Gadderbaum (mdm). »Ich hab's mit den Farben«, sagt Künstlerin Ulla Kallert über sich. Am Beginn jedes Bildes stehe bei der Dortmunderin das Spiel mit den Farben. »Ziellos trage ich auf - kein Schönheitsideal, keine Werte und keine Komposition im Kopf.« 30 Werke stellt Kallert ab dem 21. November in der Projektartgalerie aus, alle sind in diesem Jahr entstanden. Vom wandfüllenden Bild bis zum kleinen Hingucker ist alles dabei. Sogar einige ältere Bronze-Skulpturen zeigt sie.

Seit mehr als 20 Jahren setzt sich die 1950 geborene Frau mit Malerei und Fotografie auseinander. Ihre Werke wirken teils hektisch. »Eilig dahin laufende Fadenlinien bringen mit Spannung eine manchmal tanzartige Bewegung ins Bild«, beschreibt es die Dortmunder Fachhochschul-Professorin Dr. Lilli Neumann. Sie beobachte das Schaffen Kallerts schon seit einigen Jahren. »Es ist aufregend, zu sehen, wie ihre Bilder spontan gelingen.« Bei ihr entstünden Bildwelten, die etwa frech und unzensiert wirken.

Mit der neuen, mittlerweile fünften Ausstellung feiert Galeristin Maria Bernard zugleich das einjährige Bestehen der Projektartgalerie. »Wichtig ist es mir, immer zeitgenössische Kunst mit Anspruch auszustellen«, sagt Bernard. Auf die Werke Ulla Kallerts ist sie besonders stolz. »Ich bin froh, sie entdeckt zu haben.«

Die Vernissage zur Ausstellung »Energy Images« findet am 21. November um 11.30 Uhr in der Projektartgalerie, Bethelweg 29, statt. Bis zum 15. Januar sind die Werke Ulla Kallerts dann jeden Freitag und Samstag von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Interessenten können auch einen Termin vereinbaren, Telefon 0521 / 986 20 42
Westfalen-Blatt Bielefeld, 12.11.2010

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"Ich will ins U"
Dortmunder Künstlerin und ihre Benefiz-Aktion fürs Frauenhaus

Dortmund. (MM) Als echtes "Dortmunder Urgestein" ist die Künstlerin Ulla Kallert an symbolträchtigen Gebäuden wie dem Dortmunder U natürlich besonders interessiert. "Es wäre schrecklich gewesen, wenn das verwahrlost wäre", meint die 60-jährige Dortmunderin. Glücklicherweise wurde aus dem ehemaligen Stammsitz der Union-Brauerei ja mittlerweile ein Kunst- und Kreativzentrum, das für viele ein echter Hoffnungsträger ist. Doch man sollte bei all den Millionen, die in dieses Projekt gesteckt werden, nicht vergessen, dass an anderen Stellen in der Stadt noch dringend Geld benötigt wird. Deshalb hat Ulla Kallert zusammen mit den Kunstschaffenden der Gruppe K 42 im Januar dieses Jahres das Benefiz-Projekt "Wir holen das U ins Kreuzviertel und bringen es wieder zurück" gestartet.

Bis Mitte dieser Woche hatten Kunstinteressierte Zeit, eine Linoldruckvorlage von Ulla Kallert nach eigenen Vorstellungen und Interessen zu gestalten. Mit Malerei, Scherenschnitt, Fotografie, Zeichnungen und Collagen mit unterschiedlichsten Materialien von Stoff über Federn bis hin zu Spiegeln wurde die Vorlage auf die unterschiedlichsten Arten individualisiert und zu großen und kleinen Kunstwerken umgestaltet. Die Arbeiten sollen im Anschluss an die Aktion ausgestellt und zugunsten des Dortmunder Frauenhauses verkauft werden.

Die Resonanz hat sowohl quantitativ als auch qualitativ alle Vorstellungen der Initiatorin übertroffen: 62 Arbeiten sind in ihrem Atelier K 42 in der Arneckestraße 42 eingegangen, und es sind so viele "sehr, sehr gute" darunter, dass Ulla Kallert sogar überlegt, ob überhaupt noch eine Jury zur Tat schreiten soll. Ursprünglich nämlich sollte eine vierköpfige Jury entscheiden, welche der Arbeiten in der anschließenden Ausstellung gezeigt werden sollen. Jetzt möchte Ulla Kallert am liebsten fast alle ausstellen. "90 Prozent der Arbeiten sind so schön, dass es schlimm wäre, wenn welche herausfielen", meint die Künstlerin nach einer ersten Begutachtung der Bilder. "Ein solches Niveau der Bilder hatte ich nicht erwartet."

Auch wenn die Sache mit der Jury also eventuell ausfällt: An den anderen Plänen ihrer Aktion, nämlich der Ausstellung und dem Verkauf, hält die Initiatorin fest. Deshalb ist sie derzeit auf der Suche nach geeigneten Ausstellungsräumlichkeiten. Obwohl: Ihr Wunschobjekt steht seit Beginn der Aktion eigentlich fest. "Prädestiniert als Ausstellungsort ist natürlich das Dortmunder U", schmunzelt die Künstlerin. An Alternativen mag sie gar nicht ernsthaft denken, denn für sie steht fest: "Ich will ins U".

Auch die Verkaufsmodalitäten für die Bilder sind noch nicht geklärt. Verkauf mit Festpreis während der Ausstellung oder eine Versteigerung - noch ist alles möglich. Wie auch immer es im Endeffekt laufen wird, fest steht: 100 Prozent des Erlöses gehen an das Frauenhaus.

Natürlich wusste Ulla Kallert jede einzelne der eingereichten Arbeit zu schätzen. Zwei Aktionen haben sie jedoch besonders berührt: Zum einen hat eine Lehrerin der Friedrich-Harkort-Schule in Herdecke mit einer gesamten achten Klasse im Kunstunterricht die Linolvordrucke bearbeitet. Daraus resultierten mit einem Schlag ganze 20 Arbeiten für die Kunst-Aktion. "Darüber habe ich mich total gefreut", so die 60-jährige Künstlerin. Außerdem hat eine Gruppe von sieben Frauen vom Dortmunder Frauenhaus mitgemacht - und die Bilder direkt im Atelier K 42 gemalt. "Das war toll", erinnert sich die Dortmunderin noch heute gerne. "In dieser Gruppe herrschte eine ganz besondere Energie."

Vorgaben für die Teilnahme an der Aktion gab es eigentlich so gut wie keine. Natürlich sollte die Linoldruckvorlage genutzt werden, zudem äußerte die Künstlerin den Wunsch, das "U" in dem Druck solle nicht zerstört werden. Da haben sich aber nicht alle dran gehalten", schmunzelt Ulla Kallert. So wurde aus dem U-Turm in einem Bild ein Fußball, eine andere Teilnehmerin übermalte das Bauwerk mit einer Teetasse. Die Initiatorin nimmt es mit Humor, zudem das Bild mit der Teetasse bei den bisherigen Betrachtern interessanterweise zu den beliebtesten gehört. Regeln zu brechen kann sich eben lohnen - auch in der Kunst.
Wochenkurier Dortmund, 14.8.2010

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Kunst für den "Kaiser"
Ulla Kallert (56) darf stolz sein. "Kaiser" Franz Beckenbauer hat jetzt etwas zum Abstauben im Regal stehen, das die Dortmunder Künstlerin und Fotografin mit eigenen Händen schuf: Eine Bronze-Skulptur. Ihr Werk zur WM mit dem Titel "Immer am Ball" wurde Deutschlands WM-Chef jüngst bei seinem Besuch zur Präsentation der Stadionkulisse am Bahnhof überreicht. Ulla Kallert schoss selbst ein Foto vom berühmten Franz (Foto).
Ulla Kallert ist während der WM im Kunstcafe Kavado an der Große Heimstraße eingespannt."Ich werde mir aber alle Spiele auf Video aufnehmen, und künstlerisch verarbeiten."
Steffi Tenhaven, Ruhr-Nachrichten, 8.6.2006

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Fotokunst auf Metall gebannt wirkt wie die Werke früherer Meister. In der neuen Ausstellung von Ulla Kallert gehen Farben, Bewegung und moderne Technik eine überzeugende Synthese ein.

Mädchen eilen im Kreis, mit flatternder Kleidung, konzentriert zur gleichen Mitte schauend. Sie drehen und sie biegen sich, mit schwingenden Armen, gestrecktem Bein, springend, tanzend - Momentaufnahmen. Die Dortmunder Künstlerin Ulla Kallert begleitet eine Ballett-Aufführung mit der Digitalkamera*. Ihre Aufnahmen halten den Fortgang der Bewegungen in den leuchtenden Farben auf der Bühne fest.

Eine Auswahl dieser Fotos - Bewegungsstudien in Farbinseln, in rot, grün, violett - bildet Ulla Kallerts Beitrag zur 5. Dortmunder Museumsnacht. Zu sehen ist die Ausstellung im Kavado an der Großen Heimstraße 45. In großem Format auf Metallplatten gezogen, tanzen die Elevinnen wie auf Werken alter Meister an den Wänden des Kunstcafés. Ihre Gesichter sind unkenntlich, sie verwischen im Schwung der Bewegung. Die Motive bringen gleichwohl ihre Freude an Biegsamkeit und Geschwindigkeit zum Ausdruck. Körperspannung und Bewegung gehen auf in duftigen Farben und im Verwischen der Umrisse.

Die Bilder wirken intensiv und eindringlich. "Die Farben und die Bewegungen waren so gut aufeinander abgestimmt, das erwartete ich nicht in dieser Aufführung." Das Beben des Betrachters teilt sich in den Aufnahmen mit. "Ich war wie in den Bann gezogen, und die Fotos geben das wider: die Leichtigkeit, die Spannung auf der Bühne, und meine Aufregung, während ich auf den Auflöser drückte."

Über 20 Aufnahmen hat Ulla Kallert für ihre Ausstellung ausgewählt. Die bezogenen Metallplatten wurden beschichtet und versiegelt. Hergestellt hat die Spezialdrucke ein Bochumer Fotolabor. Das Material trägt die Explosivität der Farben, die Oberfläche wirkt brillant, die Bilder leuchten ohne zu spiegeln. Der Untergrund und die Motive gehen eine optimale Synthese ein. Farben und Bewegungen kommen gleichermaßen zur Geltung. Die Fotos wirken wie gemalt.

* Mit einer IXUS v3 ohne Blitzlicht

(Christine Lewin, Dortmund)

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Die menschliche Figur, ihr Ausdruck und ihre Bewegungsabläufe stehen im Mittelpunkt der Arbeiten von Ulla Kallert, bei denen ansonsten die große Vielfalt auffällt. Bei Ulla Kallert, die verhältnismäßig spät zur Malerei und zum künstlerischen Gestalten kam, hat man den Eindruck, dass sie vieles nachholen und ausprobieren möchte. Von der informellen Malerei mit großen lebhaften Bildern, auf denen die Farbe Rosa dominiert, bis zur witzig - ironischen Bronze - Kleinplastik "Tanz um das goldene Kalb" reicht die Palette. Dazwischen sind die temporeichen Sportlerbilder mit verblüffenden Ideen angesiedelt, auf denen beispielsweise ein Bike - Fahrer von aufgeregten Gänsen angegangen wird. Auf seriellen Arbeiten reiht sie Autos und Blümchen aneinander. Die amerikanische Freiheitsstatue in mehrfacher Ausführung, die das Gesicht verhüllt, vernebelt oder (von Blut oder Tränen?) triefend zeigt, gewinnt eine eigenartige Aktualität. Mona Lisa erscheint unverkennbar, aber als eine gar nicht mehr entrückte, sondern lebensnahe Frau, die den Betrachter eher forsch als geheimnisvoll anlächelt.
Sigrid Karhardt, Ruhr-Nachrichten, 5.3.2003

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Die Dortmunder Malerin, Bildhauerin und Schmuck - Künstlerin hat sich seit zehn Jahren der Kunst verschrieben und vor zwei Jahren die Kunst zum Beruf gemacht. Ihre Acrylbilder, die innerhalb eines halben Jahres enstanden sind, zeigen, dass sie eine Suchende ist. Zentrales Anliegen von Ulla Kallert ist, Empfinden auszudrücken. Drei Stilrichtungen sind vertreten. Arbeiten, die an informelle Vorbilder anknüpfen, dynamische figürliche Bilder, die Bewegung thematisieren, und solche, in denen Blätter, Blumen oder Autos wie ein Muster die Leinwand überziehen. Auffällig sind die starken, heiteren Farbkompositionen. "Ich bin eine Weltverbesserin - möchte das Schöne in die Welt tragen" sagt Ulla Kallert.
Wiegers, WAZ, 5.3.2003

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Kallerts Arbeit weist (in dieser Ausstellung) in drei Richtungen. Da ist einmal - in Unterzahl - kräftiges, aber irgendwie vertrautes Informell. Dann fließend - bewegte figürliche Malerei, die aber nicht den Körper als solchen, sondern seine Kraft und Beschleunigung thematisiert. Schließlich eine Malerei, die Bildzeichen wie Blume, Euro, Auto pseudo - seriell reiht und die Reihung zugleich wieder aufhebt - schlicht dadurch, dass es sich um Malerei handelt. Von fern - aber nur von fern - lassen Muster - Kunst und Konzept - Art grüßen. Doch jedes Kallert - Bild ist einzig und individuell.
Rainer Wanzelius, 4.3.2003 Westfälische Rundschau

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Der akademische Weg liegt ihrem feurigen Wesen zunächst fern. Viele Anregungen verdankt sie ihrem aufgeschlossenem Auge für alles, was Kunst und Zeitgeist darbieten.
Farben, Formen und Figuren bleiben bei ihr kompromissloser Ausdruck erfahrener Seelenbewegung - zwischen weiblicher Erotik und spiritueller Ganzheitssuche. Wer beobachtet wie ihre Bilder spontan gelingen oder nach mühsamem Ringen entstehen, der kann an ihr diesen kindlich - genialen Entdecker - und Eroberergeist erleben, der sich dem Schaffensstrom hingibt, ohne vorher zu wissen, wohin er führen wird.
Susan Andersen, 6.2.2003 Künstlerin/Kunsttherapeutin

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